Warnsystem AT-Alert bei Großbrand eingesetzt 20. Januar 2026
In der Nacht von Montag, 19. Jänner, auf Dienstag, 20. Jänner 2026, löste ein Brand bei der Firma Haubner Nutzfahrzeuge in Lustenau einen Großeinsatz der Feuerwehr aus. 180 Einsatzkräfte aus Lustenau, Dornbirn, Hohenems und Altach standen die gesamte Nacht über im Einsatz. Verletzt wurde niemand. Erstmals kam in Lustenau das neue Bevölkerungswarnsystem „AT‑Alert“ zum Einsatz, das Warnmeldungen direkt auf Mobiltelefone übermittelt. Die Brandursache wird jetzt ermittelt.
„Während der Löscharbeiten kam es immer wieder zu Explosionen. Gleichzeitig entwickelte sich starker Rauch, der sich in Richtung Gemeindegebiet ausbreitete. Zudem gab es dichten Nebel und es war kaum zu unterscheiden, ob es sich um Rauch oder Nebel handelte“, informiert Bürgermeister Patrick Wiedl. Aufgrund dieser unklaren Gefährdungslage entschieden Bürgermeister und Einsatzleiter, Feuerwehrkommandant Jürgen Hämmerle, die Lustenauer Bevölkerung über „AT-Altert“ zu informieren. Die Warnung erreichte die Bewohnerinnen und Bewohner gegen 1 Uhr. Auch Menschen außerhalb Lustenaus – je nachdem, in welchem Handymast das Gerät eingeloggt war – erhielten die Meldung.
Warnung über AT-Alert am Handy
Mit AT-Alert können Behörden Warn- und Informationsmeldungen direkt an alle Mobiltelefone senden, die sich im betroffenen Gebiet befinden. Das System funktioniert über „Cell Broadcast“. Dadurch werden Nachrichten anonym an alle Geräte in einer Funkzelle geschickt – ohne App und ohne Registrierung. Das Handy muss nur eingeschaltet sein und diese Technik unterstützen.
Wie bekommt man eine Warnmeldung?
„Eine Warnmeldung über AT-Alert erhalten Sie, wenn Sie sich in einem Gebiet befinden, für das eine Warnung ausgegeben wurde, oder wenn Sie in dieses Gebiet hineinkommen. Vorausgesetzt, Ihr Handy ist eingeschaltet und nicht im Flugmodus“, erklärt Simon Müller, Katastrophenschutzbeauftragter der Gemeinde. In Vorarlberg werden zwei Warnstufen genutzt.
Warnstufe „Notfallalarm“
Die Warnstufe „Notfallalarm“ ist die höchste Stufe und kommt immer mit lautem Ton an, auch wenn das Handy auf leise geschaltet ist. Der „Notfallalarm“ kann nicht nicht am Handy deaktiviert werden und erreicht ausnahmslos alle Geräte im betroffenen Gebiet. Beim Notfallalarm gibt es über AT-Alert auch eine Entwarnung, sobald keine Gefahr mehr besteht.
Warnstufe „Gefahreninformation“
Bei der „Gefahreninformation“ wird die Bevölkerung über eine mögliche Gefahr informiert und erhält konkrete Verhaltensempfehlungen. So wie beim Großbrand, wo empfohlen wurde, Fenster, Türen und Dachluken geschlossen zu halten und den Nahbereich des Einsatzortes zu meiden. Diese Warnstufe lässt sich in den Handy-Einstellungen ein- oder ausschalten. Dies könnte auch der Grund sein, warum manche die Meldung nicht erhalten haben. Eine Entwarnung ist bei der Warnstufe „Gefahreninformation“ nicht vorgesehen.