Zurück im Campus Rotkreuz: Schulanfang in neuer Volksschule 17. September 2026

Pünktlich zum Schulanfang im Herbst 2026 kehrte diese Woche Leben in die neue Volksschule Rotkreuz ein. Nach Jahren der Planung, des Umbaus und der Bauarbeiten ist der Campus Rotkreuz damit fertiggestellt. Was einst eine Großbaustelle war, präsentiert sich heute als moderner Bildungsort, an dem Lernen, Bewegung und Begegnung zusammenspielen.

01_MG_3265 Gespanntes Warten am frühen Montagmorgen – nicht nur auf den Beginn des neuen Schuljahres, sondern vor allem auch auf das erste Betreten der neuen Volksschule Rotkreuz.

Große Freude über Bezug der neuen Schule

Als am Montag die ersten Schülerinnen und Schüler durch den neuen Eingang die Volksschule Rotkreuz betraten, schloss sich ein Kreis, der vor mehr als zwei Jahren begonnen hat. Im April 2024 übersiedelten die Volksschulkinder vom alten Schulgebäude in die Ausweichschule „Schule Am Schlatt“. Dann starteten die Bauarbeiten für die neue Volksschule. Für Direktor Robin Würtinger verliefen die zweieinhalb Jahre im Ausweichquartier dabei weit besser, als zunächst befürchtet. „Wir haben das Beste daraus gemacht, das Team hat von Anfang an versucht, die vorhandenen Räume bestmöglich zu nutzen. So haben wir auch die Gänge kurzerhand in den Schulalltag einbezogen. Aber ja, irgendwann wurde es doch eng und man rückt sich schon sehr auf die Pelle“, erzählt der Volksschuldirektor schmunzelnd. Die Vorfreude auf die Rückkehr in die neue Volksschule war deshalb entsprechend groß.

Was im Provisorium gelernt wurde, bleibt

02_O1A4044 Schnell füllten sich die neuen Räumlichkeiten der Volksschule.

Ausgerechnet die beengte Situation in der Ausweichschule hat aber etwas hervorgebracht, das dem Zusammenleben in der neuen Schule zugutekommen wird: weil die Gänge mitbenutzt wurden, lernten Lehrpersonen und Kinder, die Flächen gemeinsam zu organisieren und flexibel zu nutzen. Genau dieses Prinzip findet sich nun in der neuen Volksschule wieder. Die 16 Klassen sind in Clustern organisiert. Zwischen den Klassen liegen sogenannte „Marktplätze“ als Gruppenräume. Für Direktor Würtinger ist das pädagogisch besonders spannend: „Wir sind jetzt schon so zusammengewachsen, dass wir wenig Platz miteinander benutzen. Die Lehrpersonen sind aufeinander abgestimmt und haben bereits viele Ideen entwickelt, wie sie die neuen Möglichkeiten gemeinsam mit den Kindern umsetzen.“

16 Klassen, rund 400 Kinder und neue Möglichkeiten

Das Herzstück der neuen Volksschule sind 16 großzügige Klassenzimmer in den generalsanierten und erweiterten Bestandsgebäuden. Bei voller Auslastung können hier mehr als 300 Kinder unterrichtet werden. Zusätzliche, flexibel nutzbare Räume ermöglichen Kleingruppen- und Einzelunterricht. Moderne Möblierung, digitale Infrastruktur, interaktive Tafeln und flexible Arbeitsbereiche schaffen eine Lernumgebung, die den heutigen Anforderungen entspricht. „Entscheidend ist für mich vor allem, dass jetzt vieles wieder näher zusammenrückt. Werkraum, Turnhalle, Schülerbetreuung und Schule befinden sich wieder an einem Ort. Gerade die Zusammenarbeit mit der Schülerbetreuung wird dadurch wieder wesentlich einfacher“, freut sich der Volksschuldirektor. Vorher mussten die Kinder für Lernzeit, Mittagessen und Nachmittagsbetreuung teilweise zwischen verschiedenen Standorten wechseln.

Eine Schule, die Räume miteinander verbindet

03_MG_3422 Am ersten Schultag überhaupt war die Spannung in der Klasse natürlich besonders groß.

Der neu gebaute Verwaltungstrakt beherbergt Direktion, Sekretariat und weitere zentrale Einrichtungen. Dazu kommt ein großzügiges Konferenzzimmer mit flexiblen Tischen, Stauraum, moderner Infrastruktur, Küche und Aufenthaltsmöglichkeiten für das Lehrpersonal. Nach den beengten Konferenzen in der Ausweichschule ist das ein echter Gewinn: „Eine Konferenz gehört für mich in ein Konferenzzimmer – oder in einen geschlossenen Raum“, so Würtinger, der sich schon lange auf die neue Schule freut. „Die letzten Wochen, wo ich durchgelaufen bin, habe ich immer wieder etwas gesehen, mit dem wir pädagogisch viel machen können und überhaupt freut mich, dass es hier einfach schön ist“, berichtet er.

Drei Außenbereiche für Spiel, Bewegung und Begegnung

Auch draußen verfügt der Campus jetzt über drei großzügig gestaltete Außenbereiche. Der Innenhof bietet vor allem dem SPZ einen geschützten Bereich, während die sogenannte Schularena mit Rutschenhügel und Spielplatz gemeinsam genutzt werden kann. Auch der straßenseitige Pausenplatz soll von Volksschule und SPZ gemeinsam bespielt werden. Damit wird Begegnung nicht nur räumlich ermöglicht, sondern ganz selbstverständlich Teil des Schulalltags.

04_O1A4039 Lern- und Begegnungszonen, Trinkbrunnen und vieles mehr gilt es noch zu erkunden.

Endlich wieder da!

Die Rückkehr ist auch wegen der langen Bauphase ein besonderer Moment. Seit 2021 war die Volksschule immer wieder von Baustellen und Ausweichlösungen begleitet. Turnhalle und Schulgebäude mussten weichen, der Unterricht fand teilweise im Freien oder in anderen Hallen statt. Nun aber ist es endlich geschafft. Die Freude über ihr „neues Zuhause“ ist bei den Lehrpersonen und den rund 310 Schulkindern freilich groß. Denn was wäre schon der Campus Rotkreuz mit Kindergarten, SPZ, Schulkindbetreuung, Esskultur, Doppelturnhalle und vielem mehr ohne dem Wichtigsten? – Nämlich den Kindern und Pädagog:innen, die ihn überhaupt mit Leben füllen. 

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