Großes Publikumsinteresse bei Ausstellungseröffnung 7. Juni 2018

Über hundertfünfzig Besucher und Besucherinnen fanden am 25 Mai bei sommerlichen Temperaturen den Weg in die Galerie Hollenstein zur Eröffnung der Ausstellung „Lustenau – Eine Gemeinde im Nationalsozialismus“. Neben vielen interessierten Gästen, Vertreterinnen und Vertretern der örtlichen Politik und einigen der in der Ausstellung präsentierten Zeitzeugen waren auch etliche interessierte Historiker aus den Nachbarkommunen anwesend.

Nationalsozialismus in Lustenau - Ausstellungsansicht Die Ausstellung zeigt die Auswirkungen der NS-Diktatur auf das Gemeindewesen und das Leben der Menschen in Lustenau.

Auswirkungen der NS-Diktatur auf Gemeindeleben

Nationalsozialismus in Lustenau - Publikum Volles Haus und großes Interesse: Bürgermeister Kurt Fischer hielt die Eröffnungsrede.

Die vom Historischen Archiv der Marktgemeinde konzipierte Ausstellung zeigt eindringlich auf, welche Auswirkungen die NS-Diktatur auf die Gemeindeentwicklung und das Leben der Menschen in Lustenau hatte. Bürgermeister Kurt Fischer zeigte sich in seiner Begrüßungsrede beeindruckt von den ausgestellten Objekten, fand berührende Worte zum Thema und stellte die Ausstellung in den Kontext der 2013 erfolgen Errichtung einer Gedenkstätte für die zivilen Opfer der NS Diktatur in Lustenau. Oliver Heinzle vom Historischen Archiv dankte in seinen Geleitworten den Leihgeberinnen und Leigebern, den vielen anderen Menschen, die bei der Erarbeitung mitgeholfen hatten sowie den Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, die mittels Audioaufnahmen in der Ausstellung zu Wort kommen und mit ihren Erzählungen ihr individuelles Erleben der damaligen Ereignisse greifbar machen.

Umfangreiches Rahmenprogramm

Ein umfangreiches Rahmenprogramm begleitet die Ausstellung. Neben vier Vorträgen, die einige der Ausstellungsthemen vertiefen bzw. ergänzen werden und einer Exkursion nach Nürnberg zur Dokumentationsstätte Reichsparteitagsgelände, finden in Kooperation mit dem Jüdischen Museum Hohenems zwei Fahrrad-Führungen entlang des Alten Rheines statt, um an die damaligen Flucht- und Verfolgungsgeschichten zu erinnern. Begleitend zur Ausstellung erscheint ein Katalog. Die Lehrerinnen und Lehrer der Lustenauer Schulen sind herzlich eingeladen, mit ihren Klassen die Ausstellung im Rahmen einer kostenlosen Führung zu besuchen.

Lustenau – eine Gemeinde im Nationalsozialismus

Eine Gastausstellung des Historischen Archivs Lustenau
Galerie Hollenstein – Kunstraum und Sammlung, Pontenstraße 20
26. Mai bis 8. Juli 2018

Öffnungszeiten während der Ausstellung:
Freitag, Samstag, Sonn- und Feiertag: 15 bis 19 Uhr

Öffentliche Führungen durch die Ausstellung:
Sonntag, 17. und 24. Juni jeweils 16 Uhr

Vorträge in der Galerie Hollenstein:
Montag, 11. Juni, 18.30 Uhr: Dirk Rupnow „Die neue Unübersichtlichkeit – Globale Holocaust-Erinnerung im Zeitalter des Trumpismus“
Freitag, 22. Juni, 18.30 Uhr: Oliver Seifert „Das Schicksal der Vorarlberger Patientinnen und Patienten in der Heil- und Pflegeanstalt Hall in Tirol während der NS-Zeit“
Montag, 2. Juli, 18.30 Uhr: Klaus Hagen „Kulturpolitik im Nationalsozialismus“

Ausstellungsimpressionen - eine Gemeinde im Nationalsozialismus